Seite wählen

Neuheiten Herbst 2026

ellenwoods stellt vor

Meisterstück Bloom

Drei Farben für einen Klassiker.

Vermillion, Matcha und Corngold: Montblanc gibt dem Meisterstück Classique eine neue Farbwelt, lässt aber das Entscheidende unangetastet – die vertrauten Proportionen, die vergoldeten Beschläge und die von Hand gefertigte zweifarbige Feder aus massivem 585er Gold.

  • 3 FüllfederhalterMeisterstück Classique
  • 585er Goldhandgefertigte Bicolor-Federn
  • 139,7 × 13,8 mmschlanke Classique-Proportionen
  • 3.600 Euroinklusive Grain-Lederetui
Vermillion Matcha Corngold

Meisterstück Bloom

Ein Klassiker lernt Farbe

Es gibt Schreibgeräte, deren Erfolg gerade darin besteht, dass man ihnen Veränderungen kaum ansieht.Das Montblanc Meisterstück gehört zu dieser seltenen Kategorie. Beim vergoldeten Meisterstück Bloom Füllfederhalter Set besteht diese Abweichung aus drei Farben: Vermillion. Matcha. Corngold.

Vermillion Matcha Corngold
Montblanc Meisterstück Bloom Set mit drei geöffneten Füllfederhaltern in Vermillion, Matcha und Corngold

Es gibt Gegenstände, deren Erfolg gerade darin besteht, dass man ihnen Veränderungen kaum ansieht.

Das Montblanc Meisterstück gehört zu dieser seltenen Kategorie. Seine Silhouette, der Clip, die drei Ringe an der Kappe und der weiße Montblanc-Stern sind seit Jahrzehnten so vertraut, dass schon eine verhältnismäßig kleine Abweichung auffällt.

Bei Meisterstück Bloom besteht diese Abweichung aus drei Farben.

Vermillion. Matcha. Corngold.

Montblanc selbst spricht von einem „neuen Farb-Kapitel“. Das trifft die Sache besser als der Begriff Sonderedition. Denn konstruktiv bleibt Bloom sehr nah am Meisterstück Classique. Kappe und Korpus bestehen aus farbigem Edelharz, Clip und Beschläge sind vergoldet. Die charakteristische Feder ist eine sorgfältig von Hand gefertigte zweifarbige Feder aus massivem 585er Gold. Verändert wird also nicht die Architektur des Schreibgeräts. Verändert wird seine Erscheinung.

Und die Veränderung ist beträchtlich.

Das klassische schwarze Meisterstück lebt vom Kontrast: schwarzes Edelharz, Metall, weißes Emblem. Bloom löst diese Strenge auf. Das Gold der Beschläge bleibt, aber plötzlich steht es nicht mehr gegen Schwarz, sondern gegen ein gedecktes Grün, ein warmes Gelb oder ein Orange-Rot.

Dadurch wirkt auch das Gold anders.

Beim schwarzen Meisterstück signalisiert es Tradition und Formalität. Bei Bloom verbindet es die drei Farben miteinander. Besonders auf den offiziellen Produktaufnahmen erkennt man, wie wichtig dieses Detail ist: Ohne die vergoldeten Clips und Ringe könnten Vermillion, Matcha und Corngold leicht wie drei unabhängige Farbexperimente erscheinen. Mit ihnen werden sie zu einem Ensemble.

Vertikale Produktansicht des Meisterstück Bloom mit Vermillion geöffnet sowie Matcha und Corngold geschlossen Drei geschlossene Meisterstück Bloom Füllfederhalter in Vermillion, Matcha und Corngold
Die Farben wirken nicht laut, sondern kontrolliert. Gerade im Zusammenspiel mit den vergoldeten Beschlägen wird aus drei Varianten eine Kollektion.

Drei Farben, die nicht schreien

Vermillion ist der entschiedenste Ton des Trios. Ein warmes Orange-Rot, deutlich erdiger als ein klassisches Signalrot. Matcha dagegen ist zurückgenommen, fast pudrig: ein helles, leicht gedämpftes Grün. Corngold liegt irgendwo zwischen Gelb, Ocker und Gold.

Gerade diese leichte Dämpfung ist entscheidend.

Die ersten internationalen Besprechungen haben Bloom häufig als Pastell-Kollektion bezeichnet. Das ist nicht ganz falsch, greift aber zu kurz. Es sind keine süßlichen Pastelltöne. Die Farben besitzen genügend Grau, Wärme und Tiefe, um neben den goldfarbenen Metallteilen nicht dekorativ zu wirken.

Inkstable beschreibt Vermillion als kräftiges Orange-Rot, Matcha unmittelbar über seine Nähe zum japanischen Grüntee und Corngold als lebhaftes Gelb. Bemerkenswerter ist die anschließende Beobachtung des Autors: Die Farben seien präsent, aber nicht so laut, dass die Schreibgeräte billig wirkten. Genau diese Balance dürfte für Montblanc die schwierigste Aufgabe gewesen sein.

Denn ein farbiges Meisterstück hat ein Problem, das ein schwarzes nie hatte: Es muss beweisen, dass Farbe und Luxus sich nicht gegenseitig aufheben.

Bloom gelingt das vor allem deshalb, weil Montblanc fast alles andere unangetastet lässt.

Man erkennt es sofort

Writing Culture weist zu Recht auf die vertrauten Meisterstück-Elemente hin: die stromlinienförmige Form, den charakteristischen Clip und die drei Ringe an der Kappe. Gerade sie sorgen dafür, dass Bloom nicht wie eine neue Produktfamilie aussieht. Man erkennt das Meisterstück, bevor man über seine Farbe nachdenkt.

Auch die Proportionen bleiben die des Classique. Montblanc nennt für das Produkt 139,7 Millimeter Länge und 13,8 Millimeter Durchmesser. Die Identnummer des Sets lautet MB138571.

Das sind nüchterne Zahlen. Aber sie erklären etwas Wichtiges: Bloom ist kein großes Sammlerstück, das durch Volumen beeindrucken möchte. Es bleibt ein vergleichsweise schlanker Füllfederhalter.

Der stärkste Blickfang sitzt ohnehin am unteren Ende.

Die zweifarbige 585er-Goldfeder ist eines jener Details, die auf Bildern fast zu leicht übersehen werden. Gerade beim geöffneten Vermillion-Modell wird der Kontrast sichtbar: warmer Korpus, goldfarbene Beschläge und darunter eine deutlich technischere, zweifarbige Feder. Montblanc verspricht das für das Meisterstück typische geschmeidige Schreiberlebnis.

Die Farbe betrifft also das Kleid. Das Instrument darunter bleibt sehr traditionell.

139,7 mmLänge laut Montblanc
13,8 mmDurchmesser laut Montblanc
585er Goldhandgefertigte Bicolor-Feder
MB138571Identnummer des Sets

Warum drei?

Das vielleicht interessanteste Detail des Bloom-Konzepts ist nicht Vermillion, Matcha oder Corngold.

Es ist das Wort Set.

Montblanc bietet die drei Schreibgeräte ausschließlich gemeinsam an. Man kann derzeit nicht Matcha auswählen und auf die anderen beiden verzichten. Bloom ist ausdrücklich als komplette Kollektion gedacht.

Das verändert die Wahrnehmung.

Ein einzelner grüner Meisterstück-Füllhalter wäre eine Farbvariante. Drei aufeinander abgestimmte Schreibgeräte werden zu einer Komposition.

Die Entscheidung ist nicht unumstritten. Inkstable merkt an, dass Käufer durchaus nur einen der drei Farbtöne bevorzugen könnten. Das ist naheliegend.

Aus gestalterischer Sicht ist die Bündelung allerdings konsequent. Erst nebeneinander wird sichtbar, weshalb Vermillion, Matcha und Corngold ausgewählt wurden. Jeder Ton hat einen eigenen Charakter, aber keiner dominiert das Set vollständig.

Und dann ist da dieses Etui

Das Etui ist deshalb mehr als Verpackung.

Montblanc liefert das Trio in einem eigens dafür entworfenen schwarzen Etui aus Grain Leder. Außen beinahe demonstrativ zurückhaltend, innen deutlich wärmer. Auf den Produktaufnahmen sieht man die drei separaten Fächer und das rötlich-braune Innenleder.

Fast könnte man sagen: Außen befindet sich das alte Meisterstück – schwarz, seriös, vertraut. Innen Bloom.

Der Gegensatz funktioniert.

Das weiche, genarbte Leder nimmt dem Set außerdem etwas von der Vitrinenhaftigkeit. Die Füllfederhalter sollen transportiert werden können. Genau hier schließt Montblanc sein zweites Narrativ an.

Geöffnetes Grain-Lederetui des Meisterstück Bloom Sets
Das Etui ist kein Beiwerk. Außen bleibt es ruhig und klassisch, innen macht es aus drei Füllfederhaltern ein zusammengehöriges Set.

Das Reisen bleibt bewusst unbestimmt

Montblanc beschreibt Bloom als Set, das die „funkelnden Momente des Reisens“ einfängt und sich von den unvergesslichen Reisen des Lebens inspirieren lässt. Konkrete Länder oder Reiseziele werden nicht genannt.

Das ist wahrscheinlich Absicht.

Die Farben sollen keine geografischen Codes liefern. Das Reisen dient eher als Chiffre für Erinnerung, Leichtigkeit und persönliche Erlebnisse.

So kann Vermillion für jemanden völlig anderes bedeuten als für den nächsten Besitzer. Matcha muss nicht Japan heißen. Corngold muss kein bestimmtes Feld darstellen.

Damit bleibt genug Raum für eigene Assoziationen – und genau dort können wir bei ellenwoods später unsere separate Bildstrecke mit Siena, Val d’Orcia und Kyoto einsetzen, sauber gekennzeichnet als unsere eigene Reise durch die drei Farben, nicht als Montblanc-Inspiration.

Ein Meisterstück, das etwas weniger amtlich aussieht

Das ist am Ende vielleicht die wichtigste Veränderung.

Das klassische schwarze Meisterstück ist beinahe institutionell geworden. Man kann es sich in einem Vorstandszimmer vorstellen, auf einem Schreibtisch eines Ministers oder neben einem Vertragsdokument.

Bloom nimmt diesem Gegenstand nichts von seiner handwerklichen Ernsthaftigkeit.

Aber es nimmt ihm etwas von seiner Amtlichkeit.

Das dürfte der Grund sein, weshalb mehrere frühe Besprechungen die Kollektion als moderner und kreativer wahrnehmen. The Gentleman's Journal beschreibt Bloom als Verbindung traditioneller Anklänge mit einer zeitgenössischen Note; Writing Culture spricht von einem Klassiker in Pastell.

Vielleicht braucht es gar nicht mehr Erklärung.

Montblanc hat das Meisterstück nicht neu erfunden.

Man hat ihm lediglich erlaubt, einmal nicht schwarz zu sein.

Und plötzlich sieht ein Gegenstand, der seit mehr als hundert Jahren für Kontinuität steht, erstaunlich gegenwärtig aus.

Geschlossenes schwarzes Grain-Lederetui des Meisterstück Bloom Sets
Geschlossen wirkt das Etui fast demonstrativ ruhig. Erst im Inneren beginnt das neue Farb-Kapitel.

Das Meisterstück Bloom Set kostet in Deutschland derzeit 3.600 Euro und enthält drei Meisterstück Classique Füllfederhalter in Vermillion, Matcha und Corngold sowie das schwarze Grain-Lederetui.

Bei ellenwoods ansehen

Bloom ist ein Set, das man nicht nur betrachten, sondern in die Hand nehmen sollte. Gerade bei einem Meisterstück entscheiden Proportion, Feder und Materialgefühl darüber, ob aus einer schönen Kollektion ein persönliches Schreibgerät wird.