„My name is Sherlock Holmes.

It is my business to know what other people do not know.“

 

Arthur Conan Doyle, The Adventure of the Blue Carbuncle

Sherlock Holmes (illustration by Sidney Paget, august 1893)

Quelle: https://www.arthur-conan-doyle.com/index.php/Sherlock_Holmes

 

Arthur Conan Doyle entwickelte neben seinem Beruf als Mediziner eine Leidenschaft für die Schriftstellerei. Die Figur, die ihn berühmt machen sollte, ersann er zunächst allerdings ohne die Absicht, sie zum Helden einer ganzen Serie werden zu lassen.

1886 tauchte der Detektiv Sherlock Holmes zum ersten Mal in der Erzählung “A Study in Scarlet” (“Eine Studie in Scharlachrot”) auf. Darin ging es um einen Rachemord. Holmes ermittelte den Täter schon in seinem ersten Fall mit viel Sachverstand und mit für die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Methoden der Kriminalwissenschaft. In einem gut ausgerüsteten Chemie-Labor untersuchte er zum Beispiel Blutspuren.

Es waren aber nicht die insgesamt vier langen Kriminalgeschichten um den Londoner Detektiv mit dem hageren Gesicht und der markanten Hakennase, die am populärsten wurden. In der Gunst der Leser standen die 56 kurzen Episoden von Sherlock Holmes ganz oben. Sie erschienen als Fortsetzungsgeschichten vor allem im “Strand Magazine”, einer sehr populären Monatszeitschrift.

Die enorme Beliebtheit von Sherlock Holmes und seinen Fällen bescherte diesem Magazin hohe Verkaufszahlen und seinem Autor enormen Wohlstand. Die Geschichten wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt und dienten als Vorlage für Filme, Theaterstücke, Hörspiele und Comics.

Geschrieben hat Doyle die vielen Kriminalepisoden allerdings nur widerwillig und auf Druck seines Verlegers und seiner vielen Leser. Schon 1893 war Doyle der Sherlock-Holmes-Figur überdrüssig geworden und arbeitete auf das Ende seines Helden hin.

In der Erzählung “The Final Problem” (“Der letzte Fall”) ließ er ihn dann sterben: Holmes stürzt bei einem Kampf mit seinem ärgsten Widersacher Professor Moriarty in der Schweiz einen Wasserfall hinunter. Doyle wollte damit das Kapitel Sherlock Holmes für immer schließen. Doch es sollte anders kommen. Als Doyle 1893 beschloss, Sherlock Holmes seinen letzten Fall lösen und darin sterben zu lassen, ging ein Aufschrei des Entsetzens durch die Welt. Es hagelte Protestbriefe, mit oft bitterbösen und enttäuschten Kommentaren. “Sie Biest!” war dabei noch eine der harmloseren Beschimpfungen, die Doyle über sich ergehen lassen musste.

Die Grenzen zwischen fiktiver Romanfigur und Realität waren vollkommen verschwommen. Sherlock Holmes hatte im Leben der Leser eine bedeutende Rolle eingenommen.

Eine ähnliche Massenhysterie hatte es 1774 gegeben, als Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) seinen Roman “Die Leiden des jungen Werther” veröffentlichte. Darin wählte der Protagonist aus Liebeskummer den Freitod. Die bewegende Geschichte löste damals eine wahre Selbstmordwelle unter den jungen Menschen aus.

Soweit gingen die Holmes-Fans zwar nicht, aber in vielen Städten sah man Holmes-Fans, die zum Zeichen der Trauer schwarze Armbinden trugen und den Tod ihres Helden beweinten. Auch die Tagespresse nahm Anteil am Phänomen Holmes. Die “Kölnische Tageszeitung” schrieb: “Es ist sicher, dass das gegenwärtige Europa an einer Krankheit leidet, die man den Sherlockismus nennen kann…”

Nachdem die vielen “Sherlockianer” wütend und enttäuscht ihren Kummer über das Ableben von Sherlock Holmes zum Ausdruck gebracht hatten und der Verlag Doyle mit einer größeren Geldsumme überredet hatte, ließ der Schriftsteller seinen Romanhelden wieder auferstehen.

Zwar sei Professor Moriarty bei dem Handgemenge in der Schweiz getötet worden, aber Holmes selbst habe den Sturz überlebt, ließ Doyle verkünden und machte mit dieser Nachricht und den folgenden neuen Holmes-Geschichten die vielen Fans des Detektivs glücklich.

1902 erschien dann mit “The Hound of the Baskervilles” (“Der Hund von Baskerville”) wieder ein Roman mit Sherlock Holmes. Es sollte die bekannteste Kriminalgeschichte um den Meisterdetektiv aus London werden.

Quelle: Planet Wissen

 

 

WARUM DER 6. JANUAR 1854 DER GEBURTSTAG VON SHERLOCK HOLMES

In A Study in Scarlet war der beste Witz von Sherlock Holmes nicht “das Spiel ist im Gange!” aber stattdessen etwas Intelligenteres. „Was Sie in dieser Welt tun, hat keine Bedeutung“, sagt Holmes zu Watson. “Die Frage ist, was können Sie den Leuten glauben machen, dass Sie es getan haben.” Das Spiel zwischen Wahrnehmung und Wahrheit zu spielen ist für den Kanon Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes wahrscheinlich ebenso wichtig wie die Suche nach obskuren Hinweisen. Aber wie hat uns ein fiktiver Charakter davon überzeugt, dass er einen echten Geburtstag hat, und warum sind wir immer noch (manchmal) verwirrt über sein Alter?

Am 6. Januar feierten Sherlock-Holmes-Fans – manchmal Sherlockianer, manchmal Holmsesianer, manchmal Baker Street Babes genannt – den „echten“ Geburtstag des größten Detektivs der Geschichte. Am 6. Januar, entweder 1853 oder 1854, wurde William Sherlock Scott Holmes, Sohn von Siger und Violet Holmes, dem jüngsten Bruder von Mycroft und Sherrinford Holmes, geboren. Die meisten Fans werden Ihnen sagen, dass es sicherlich 1854 ist (nicht 1853) und die am meisten verehrte Holmes-Gelehrte von allen, Leslie Klinger, lässt sich auch auf 1854 nieder. Schreiben in The New Annotated Sherlock Holmes aus dem Jahr 2005 ,Klinger sagt, dass die Zeitleiste des Lebens von Holmes aus einem „…Konsens der großen Chronologen“ besteht. Das bedeutet, dass Klinger wie alle Fans, die „das Spiel“ gespielt haben, die ursprüngliche Fan-Theorie-Community ist, in der die Leser so tun, als wäre Sherlock eine echte Person, wenn auch mit biografischem Quellenmaterial, das auf 56 Kurzgeschichten und vier Romane beschränkt ist.

Wie Ian McQueen in seinem 1974 erschienenen Buch Sherlock Holmes Detected erläutert : „Der einzige direkte Hinweis auf [Sherlocks] Alter stammt aus dem allerletzten Abenteuer von allen, „His Last Bow“, in dem Holmes, alias der irisch-amerikanische Altamont, beschrieben wird als ‘ein großer, hagerer Mann von sechzig.’ Das Alter von sechzig war vielleicht nicht genau, aber es deutet darauf hin, dass Holmes um 1853 oder 1854 geboren wurde.“

Das stimmt. Der einzige direkte Hinweis im Kanon auf Sherlocks Alter stammt aus einer Geschichte, in der er nicht wirklich er selbst sein soll. Während es für Sherlock Holmes viele Dinge gibt, die genauso markentypisch sind, korrelieren nur wenige so perfekt mit dem großartigen Zitat von Study in Scarlet , das Menschen dazu bringt, Dinge über sich selbst zu glauben, die möglicherweise nicht der Realität entsprechen. In der Geschichte „The Empty House“ erfahren wir, dass Holmes seinen Tod vorgetäuscht hat, aber hat er auch sein eigenes Leben vorgetäuscht? Es ist eine seltsame Frage an einen fiktiven Charakter, aber weil so viele Gelehrte (sprich: Superfans) immer noch so tun, als ob er lebte, wird das Unmögliche nur noch das Unwahrscheinliche. Oder anders ausgedrückt: Nur weil jemand geschminkt ist, heißt das nicht, dass er keinen „richtigen“ Geburtstag haben kann.

Also, “Sein letzter Bogen”, sagt Holmes, war 1914 ungefähr 60 Jahre alt, also hat er 1854 Geburtstag. Das ist in Ordnung. Aber warum 6. Januar? Woher in der Baker Street kam das ? Seltsamerweise stammt das Konzept von Christopher Morely. Er ist der Typ, der geholfen hat, die erste größte Holmes-Fanorganisation, The Baker Street Irregulars , zu gründen . In einem der frühen Fantreffen entschied Morely einfach, dass Holmes am 12. Weihnachtstag (6. Januar) geboren wurde, weil Sherlock Holmes zweimal im Kanon auf das Shakespeare-Stück Twelfth Night Bezug nimmt .

Quelle: inverse.com

 

Mehr als 200 Filme wurden über den Meisterdetektiv Sherlock Holmes gedreht, den Sir Arthur Conan Doyle im 19. Jahrhundert erfand. Über 80 Schauspieler versuchten sich an der Rolle.

Sherlock Holmes – stets auf der Jagd nach Jack the Ripper, Professor Moriarty, Agenten der Deutschen – und eigenen Schwächen. 1887 veröffentlichte der schottische Arzt Sir Arthur Conan Doyle die erste Sherlock-Holmes-Geschichte; insgesamt sollten 40 Kurzgeschichten, vier Romane und seit der Erfindung der Cinematografie über 140 verschiedene Film- und TV-Verfilmungen mit seinem Helden im Mittelpunkt entstehen. Noch heute gibt es Menschen, die glauben, dass in der Baker Street 221b tatsächlich der berühmte Detektiv lebte.

Immerhin haben ihm bemerkenswerte Schauspieler Gesicht und Stimme geliehen: In den 40er-Jahren war Basil Rathbone, ansonsten auf Schurkenrollen in Ritterfilmen abonniert, der erste Serien-Holmes – auch wenn er, politisch bedingt, eher Nazi-Spione enttarnte denn Professor Moriarty jagte. Ihm folgte die Hammer-Film-Legende Peter Cushing, der in Der Hund von Baskerville Christopher Lee beschützte – der dann auch Lupe und Pfeife übernahm. Cushing spielte Holmes erstmals 1959, danach noch 17-mal im Fernsehen, zuletzt bereits hochbetagt 1984.

Selbst Billy Wilder nahm sich der Geschichte an und holte das Genie in Kein Koks für Sherlock Holmes (1970) auf den Boden der menschlichen Schwächen: damals ein Flop, heute Kult. Michael Caine als Sherlock Holmes in Genie und Schnauze drehte die Story um: Hier war Holmes nur ein Schauspieler, um die von Dr. Watson (Ben Kingsley) gelösten und niedergeschriebenen Fälle glaubwürdig nach außen zu vertreten.

Auch im TV blieb Holmes ein Dauerbrenner: Während Jeremy Brett über 20 BBC-Folgen lang ermittelte, schaffte es in Russland sogar Vasili Livanov als Dauer-Holmes zu Fernsehkultstatus. Der aktuelle Erbe des Meisterdetektivs ist Benedict Cumberbatch, der ab 2010 mit der Kultserie Sherlock u. a. sieben Emmys holte.

Quelle: tv-media

 

 

 

 

 

Als Arthur Conan Doyle 1886 seine erste Sherlock-Holmes-Geschichte schrieb, ahnte er nicht, wie berühmt die Figur in der Literatur werden würde. Der eigenwillige Detektiv besitzt heute Kultstatus.

Die Montblanc Writers Edition Homage to Sir Arthur Conan Doyle Limited Edition ist einem der renommiertesten Krimiautoren der Welt gewidmet, der den legendären Detektiv Sherlock Holmes erschuf. Die braune Farbe des Edelharzes verweist auf die Pfeife, die Sherlock Holmes häufig rauchte – ein Element, das ebenfalls von der Kappe und dem Konus aus Holz aufgegriffen wird. Neben einem Ausschnitt aus einer historischen Karte Londons ziert ein Karomuster die Kappe und den Korpus dieser Edition, das auf den Mantel von Sherlock Holmes verweist. Der Clip ist von der Lupe inspiriert, die Sherlock Holmes verwendete. Hinter dem Clip erscheint die Silhouette eines Hundes aus nachleuchtenden Pigmenten, der auf den Roman „Der Hund von Baskerville“ aus der Sherlock-Holmes-Reihe verweist. Der Kappenring ist mit der Unterschrift von Sir Arthur Conan Doyle und mit dem Logo aus „Eine Studie in Scharlachrot“ versehen, dem ersten Fall von Sherlock Holmes. Das Montblanc Emblem aus edlem Perlmutt krönt die Kappe dieser Edition. Die handgefertigte Feder aus massivem 750er Gold zieren die Gravuren eines Porträts von Sir Arthur Conan Doyle sowie einer Lupe, die auf Sherlock Holmes verweist.

 

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