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849 CARAN D’ACHE + KLEIN BLUE®

Caran d’Ache + Klein Blue® : Eine komplette Kollektion aus Schreibgeräten und Zeicheninstrumenten in unendliche Ultramarinblau

 Die neue Caran D´Ache Kollektion  erwarten wir im November im ellenwoods online-shop

Die beispiellose Kollektion Caran d’Ache + Klein Blue® präsentiert Kunst in ihrer reinsten Form. Die Farb-Expertise des Maison verbindet sich hier mit dem einzigartigen Savoir-faire engagierter Handwerksmeister, Caran d’Ache zollt einem der beeindruckendsten Künstler seiner Generation Tribut: Yves Klein.

Der für seine Monochromie weltbekannte Klein hat sich die Farbe Blau in diesem satten Ultramarin-Ton zu eigen gemacht : « der wahrhaft perfekte Ausdruck von Blau ». Er offenbart seine ganze Einzigartigkeit, seine matte und leuchtende Glanzstärke durch ein besonders ausgeklügeltes Verfahren: das International Klein Blue® (IKB).

Caran d’Ache und Yves Klein : Gemeinsame Werte wie etwa die Begeisterung für Farbe und die Leidenschaft für reine und kraftvolle Pigmente führen sie auf die gleiche Suche. Ein Treffen rund um die Farbe in ihrer reinsten Form, um Kreativität in all ihren Formen und für alle Verwendungsmöglichkeiten zu würdigen.

849 CARAN D’ACHE + KLEIN BLUE®

FIXPENCIL CARAN D’ACHE + KLEIN BLUE®

SET LÉMAN CARAN D’ACHE + KLEIN BLUE®

Caran d’Ache und Yves Klein

Gemeinsame Werte wie etwa die Begeisterung für Farbe und die Leidenschaft für reine und kraftvolle Pigmente führen sie auf die gleiche Suche. Ein Treffen rund um die Farbe in ihrer reinsten Form, um Kreativität in all ihren Formen und für alle Verwendungsmöglichkeiten zu würdigen. Klein pflegt Ausdrucksformen. Er schreibt mit Federhalter oder Kugelschreiber, um sein Werk zu verschönern, Bücher und Artikel zu veröffentlichen. Er zeichnet mit Stift oder Graphit, um seine Reisehefte mit Skizzen zu schmücken. So kam es dazu, dass ganze sieben Kultprodukte des Maison überarbeitet und zu einer einzigartigen limitierten Kollektion zusammengefasst wurden. Eine Sammlung, in der die Schönheit und Kraft von Klein Blue durch die Qualität und Kreativität von Caran d’Ache bekräftigt wird.

Wer war Yves Klein?

Yves Klein Biographie

Quelle: https://artinwords.de/yves-klein-biografie/

 

Yves Klein (1928–1962) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Nachkriegszeit. Sein nur sieben Jahre währendes künstlerische Schaffen ist geprägt von monochromen Gemälden, Körperabdrücken, Feuerbildern und einem Sprung in die Leere. Kleins Werk zielt auf die Sichtbarmachung und Erlebbarkeit der grenzenlosen Freiheit des unendlichen Raumes, auf sinnlich-erfahrungsmäßige Aufhebung materieller Gravität resp. Gesetzmäßigkeit. Dafür machte Yves Klein die Farbe zum Vehikel des Unbestimmbaren. Grund für seine bedeutende Stellung in der Geschichte der Kunst ist seine radikale Auffassung von Malerei: Farbe erscheint nicht länger als Bildmittel, sondern ist Bild.

 

 

„Heute muss der Maler des Raums tatsächlich in den Raum gehen, um zu malen, aber er muss dies ohne Tricks, ohne Betrug tun, und auch nicht mit einem Flugzeug, einem Fallschirm oder einer Rakete. Er muss aus eigener Kraft gehen. Kurz, er muss in der Lage sein, in die Luft aufzusteigen.“ (Yves Klein)

 

Am 28. April 1928 wurde Yves Klein als Sohn eins Künstlerehepaares in Nizza geboren: Sein Vater war der figurative Maler und Kunsthändler Fred Klein (1898–1990), ein Niederländer mit indonesischer Abstammung, und seine Mutter die erfolgreiche abstrakte Malerin Marie Raymond (1908–1989). Einige Monate nach der Geburt übersiedeln Yves Kleins Eltern nach Paris und lassen das Kind in der Obhut seiner Tante, Rose Marie Raymond (1902–1993). Mit ihr hatte Yves Klein daher ein sehr enges Verhältnis, sie unterstützte ihn auch finanziell immer wieder großzügig. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aber auch während des Zweiten Weltkriegs lebte Yves Klein abwechselnd in Paris und Nizza bzw. zwischen 1939 und 1943 in der südfranzösischen Künstlergemeinde von Cagnes-sur-Mer, wo die Maler Hans Hartung (1904–1989) und Nicolas de Staël (1914–1955) zu den engen Freunden der Familie zählten. Früh spürte Klein ein intensives Farberleben und begann, sich mit der psychologischen Wirkung und Bedeutung einzelner Farben zu beschäftigen – als Künstler war er Autodidakt. Nach Kriegsende begann er sich mit Judo zu beschäftigen und lernte beim Training Arman, eigentlich Armand Pierre Fernandez (1928–2005), und Claude Pascal (1926–2017) kennen. An Judo schätzte Yves Klein besonders die Gleichwertigkeit von Körper und Geist, die er durch Zen-buddhistische Studien und Interesse für die Rosenkreuzer erweiterte.

Erste monochrome Bilder entstanden um 1950 während eines Aufenthalts in London mit seinem Jugendfreund Claude Pascal. Yves Klein arbeitete beim Rahmenmacher und Vergolder Robert Savage, der ihn in die Technik des Vergoldens einführte. Zwischen Herbst 1952 und Frühjahr 1954 lebte Yves Klein in Japan, um seine Kenntnis des Kōdōkan-Judo zu vertiefen und den Schwarzen Gürtel zu erhalten. Zur Meditation hängte er ein Dutzend Monochrome auf.

Yves Klein Blau

Mit der Architektin Bernadette Allain diskutierte Yves Klein Fragen zu Raum, Architektur und Farbe. Sie unterstützte ihn bei seinen Experimenten mit Farbe und Bindemitteln. Doch erst die Bekanntschaft mit dem Besitzer eines Künstlerbedarfsgeschäfts, Edouard Adam, konnte Yves Klein 1956 das Problem der Veränderung des Farbtons durch das Bindemittel beheben: Adam verwies Klein und Allain auf eine farblose Substanz des Chemiekonzerns Rhône Poulenc, das „Rhodopas M oder M60A“ (Ethylalkohol, Ethylacetat und Vinylchloridharz). Das giftige aber schnell trocknende Bindemittel ließ die Pigmente strahlen. Yves Klein arbeitete zudem mit Farbrollen, um jegliche Spur einer persönlichen Handschrift zu vermeiden. Am 19. Mai 1960 erhielt Yves Klein das Patent auf „International Klein Blue“.

Im Sommer 1955 trat Yves Klein mit einem Monochrom an die Öffentlichkeit. Er reichte das ungegenständliche Werke am Salon des Réalitès Nouvelles ein und wurde abgelehnt. Seine erste Einzelausstellung wurde am 15. Oktober 1955 im Club Solitaires, in den Privaträumen des Verlags Lacoste in Paris, eröffnet. Der Kunstkritiker Pierre Restany wurde auf die Ausstellung hingewiesen und entdeckte Yves Kleins Werk!

Im Jahr 1956 entdeckte Yves Klein mit Adams Hilfe eine Möglichkeit, sein Yves Klein Blue herzustellen. Schon im folgenden Jahr stellte der Maler die blauen Monochrome in der Mailänder Galleria Apollinaire aus, was von der italienischen Avantgarde – darunter Lucio Fontana und Piero Manzoni – begeistert aufgenommen wurde. Für den in Nizza geborenen Künstler war Blau nicht nur die Farbe des Meeres und des Himmels, es verkörperte auch „das Undefinierbare und die Unendlichkeit des Raumes“. Blau ermögliche „reines Gefühl und reines Sehen“ und stehe „außerhalb der Dimensionen, deren die anderen Farben teilhaftig sind“. In den unendlichen blauen Meeres- und Himmelsflächen sah Klein die Freiheit eines grenzenlosen Raums; daraus schlussfolgerte er, dass das Blau die Erfahrung einer fremden und zutiefst menschlichen und universellen Sensibilität ermöglichte. Den Himmel bezeichnete er als „erstes und größtes Monochrom“, als „immaterielles Gemälde, das Reisen ins Jenseits ermöglicht“, und beanspruchte ihn als sein erstes Kunstwerk. Künstler sollten nach Klein „über die Kunst hinausgehen und individuell an der Rückkehr zum wirklichen Leben arbeiten, in dem der denkende Mensch nicht länger der Mittelpunkt des Universums ist, sondern das Universum der Mittelpunkt des Menschen“.

Yves Klein entwickelte den Begriff der „Blauen Revolution“, zu der sich später große Werkkomplexe in Blattgold und intensivem Rosa gesellten. Ihn beschäftigten konkrete Handlungsvorschläge für die blaue Bewegung, die das Denken und Handeln der Menschheit verändern würde. Eine Bestätigung dafür fand er in Gaston Bachelards Buch „L’air et les songes: essai sur l’imagination du mouvement [Luft und Träume: ein Essay über die Imagination der Bewegung]“: „Zuerst ist das Nichts, dann ein tiefes Nichts, und schließlich eine blaue Tiefe.“

Mitte der 1950er-Jahre eroberte Yves Klein (1928-1962) die Kunstwelt und erklärte: „Eine neue Welt erfordert einen neuen Menschen.“ Sein idiosynkratischer Stil und sein ungeheures Charisma verliehen seiner kurzen Karriere außergewöhnlichen Elan: In nur sieben Jahren produzierte er über 1000 Bilder, die heute als Klassiker der modernen Kunst gelten.

Klein machte sich vor allem durch große monochrome Leinwände in einem besonderen, von ihm patentierten Blauton einen Namen. Das Internationale Klein Blau, bestehend aus reinem Pigment und Bindemittel, ist satt und leuchtend, tiefgründig und dekorativ zugleich. Der Künster wollte damit die Materiallosigkeit und Unendlichkeit der Welt heraufbeschwören.

Klein war auch bekannt als Pionier gewagter Maltechniken. So setzte er „lebende Pinsel“ ein, nackte Frauen, die in Internationales Klein Blau getränkt auf großen Papierbögen Abdrücke ihrer Körper hinterließen. Diese sogenannten Anthropométries wurden oft als ausgeklügelte Performances aufgeführt, zu denen man blaue Cocktails reichte oder Kleins Komposition Monotone Symphonie spielte.

https://www.taschen.com/pages/de/catalogue/art/all/41964/facts.yves_klein.htm